Biografie

Der Italiener Alessandro Crudele ist im Begriff, sich als einer der herausragenden und vielseitigsten Dirigenten seiner Generation einen Namen zu machen. 

Zu den international renommierten Orchestern, die er dirigiert hat und dirigieren wird, gehören u.a. das London Philharmonic Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das BBC Scottish Symphony Orchestra, die Bamberger, Berliner und Bochumer Symphoniker, das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, das Israel Symphony Orchestra, das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, das Prague Symphony Orchestra FOK, das Janáček Philharmonic Orchestra, das Sofia Philharmonic, das G. Enescu Philharmonic Orchestra, das Radio-Sinfonieorchester Belgrad, das Orquestra Filarmônica de Minas Gerais, das Orchestra Filarmonica Arturo Toscanini, das Orchestra della Toscana sowie das Melbourne Symphony Orchestra.

Seit der Saison 2018/2019 ist er Erster Gastdirigent bei dem Radio-Sinfonieorchester Belgrad.

Alessandro Crudele ist häufig zu Gast in Asien. Er arbeitet dort mit Orchestern wie dem Malaysian Philharmonic Orchestra, dem Shanghai Philharmonic Orchestra, dem Shenzhen Symphony Orchestra und insbesondere mit der Hong Kong Sinfonietta, mit der er seit seinem erfolgreichen Debüt 2011 regelmäßig musiziert. Jüngst hat er auch in Japan mit dem Orchestra Ensemble Kanazawa debütiert.

Im Jahr 2000 gründete er in Mailand das Orchestra UniMi, das er als Musikdirektor bis zum 20-jährigen Jubiläum leitete. Dieses Orchester erlangte in nur kurzer Zeit unter seiner Leitung beachtliche Anerkennung und arbeitet heute mit international renommierten Solisten zusammen. Das Orchester ist regelmäßig zu Gast beim Festival MiTo Settembre Musica.

Er startete seine Karriere im Bereich Oper sehr früh. Als Assistent von Gianluigi Gelmetti wirkte er im Teatro alla Scala in Mailand, im Covent Garden in London sowie an der Oper in Rom. Sein Operndebüt machte er mit Rossinis Oper „Il Signor Bruschino“, welche er auch selbst inszenierte.

Die Arbeit mit jungen Musikertalenten und Jugendorchestern begleitet seine Karriere von Beginn an. Von 2003 bis 2006 stand er regelmäßig am Pult des Accademie-Orchesters des Teatro alla Scala in Mailand. Seit 2014 dirigiert er das Jeune Orchestre International de Monte-Carlo.

Sein Repertoire reicht von Stücken des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Außerdem wird Crudele ganz besonders wegen seiner Interpretationen französischer Komponisten des Impressionismus geschätzt.

Alessandro Crudele wurde in Mailand geboren. Dort studierte er am Konservatorium G. Verdi Violine und Komposition. Mit dem Dirigierstudium begann er schon früh und setzte es dann von 1999 bis 2003 bei Gianluigi Gelmetti an der Accademia Chigiana in Siena fort. Dort erhielt Crudele auch mehrere Stipendien und wurde im Jahr 2003 mit der höchsten Auszeichnung der Accademia Chigiana, dem „Diploma d’Onore“, geehrt. Weitere Anregungen erhielt er von Christoph von Dohnányi und Sir Simon Rattle.

Alessandro Crudele lebt heute in Berlin.